Der Synodale Fachausschuss Rwanda heute

Aktuell besteht der Synodale Fachausschuss Rwanda (SFR) des Kirchenkreises An Nahe und Glas aus den Delegierten und Stellvertretenden von 15 Gemeinden, sowie den Delegierten des Gemeindedienst Mission und Ökumene (GMÖ).

Der Kreissynodalvorstand (KSV) des Kirchenkreises An Nahe und Glan, die Pfarrer der kreuznacher diakonie und des GMÖ sind mit beratender Stimme im SFR vertreten.


Die Delegierten und Stellvertreter der 15 Gemeinden sind:

 

Gemeinde Delegierter Stellvertreter
Evangelische Kirchengemeinde Bad Kreuznach  Annette Bachelier  
Matthäus-Gemeinde, Bad Kreuznach Sabine Götzinger  
Bad Sobernheim Burkhard Gosch Andrea Hügle
Becherbach Ilse Klein Sonja Ollech 
Gebroth-Winterburg Gerhard Hahn Pfarrerin Astrid Peekhaus
Jeckenbach Reiner Wolff  
Kirn Irène Deveaux  
Meisenheim Elke Schmidt Christa Conrad 
Mittlere Nahe (Meddersheim, Merxheim, Monzingen)   Karl Zepezauer  
Roxheim Christiane Schöning  Sabine Wippich
St. Johannisberg Ute De Heyn Christian De Heyn
Stromberg Gabi Schares  
Waldböckelheim Ursula Geib Martina Schauß
Weinsheim-Rüdesheim Margot Holbach Rudi Wolff
Windesheim-Guldental Heike Mattes  

 

Weitere Mitglieder:

 

Funktion Delegierter Stellvertreter
Synodalbeauftragte für Mission und Ökumene Pfarrerin Corinna Clasen  Pfarrer Christian Schucht
Kuratoriumsmitglieder des GMÖ Philipp Aff Joana Kunz

 

Beratende Mitglieder:

 

Funktion Delegierter Stellvertreter
Gemeindedienst für Mission und Ökumene GMÖ Pfarrer Hans Jürgen Gärtner  
Kreissynodalvorstand (KSV) Synodalassessorin Pfarrerin Astrid Peekhaus  
   Marion Unger  
kreuznacher diakonie Pfarrer Christian Schucht  

 

Die Zeit des GENOZID 

Wie wichtig der Leitspruch war, zeigte sich während des furchtbaren Genozid, der 1994 ausbrach und dem fast 1 Million Menschen zum Opfer fielen. Die noch junge Partnerschaft hielt dieser schweren Prüfung stand und der Leitspruch machte den Partnern und den Christen An Nahe und Glan immer wieder Hoffnung und Mut auf Gott zu vertrauen.
1995 reiste eine kleine Delegation des SAR nach Rubengera, um Kontakt mit den Freunden aufzunehmen und um zu erfahren, wie der SAR konkret helfen kann. Sie kam mit erschütternden Berichten zurück und die Trauer um die Menschen, die wir bei den gegenseitigen Besuchen kennen lernen durften, war groß. Dennoch war der Blick der Verantwortlichen nach vorne gerichtet, trotz des erlebten Grauens und persönlicher Verluste dachten sie an  die Zukunft der Partnerschaft und baten darum, sie nicht aufzugeben.
Der SAR organisierte im Kirchenkreis An Nahe und Glan etliche Kleidersammlungen, die mit dem Container der Landesregierung von Rheinland-Pfalz nach Rwanda gebracht werden konnten. Die inzwischen angesparten Kollekten und die zahlreich eingehenden Spenden vieler hilfsbereiter Menschen wurden auf vertrauenswürdigen Wegen nach Rubengera gebracht und konnten so die allergrößte Not helfen zu lindern.
Für die Partner und Freunde war es besonders wichtig, dass in den Gemeinden des Kirchenkreises An Nahe und Glan in Fürbitten für die Opfer und Überlebenden gebetet wird. Auch dies war ein besonderes Zeichen der Verbundenheit und ist bis heute unvergessen bei den Menschen in Rwanda.    

GENESE 

Im Jahr 1984 reiste der ehemalige Ministerpräsident Bernhard Vogel nach Rwanda, der Delegation gehörte unter anderem auch der damalige Superintendent des Kirchenkreises An Nahe und Glan, Pfarrer Heinz Gebhardt, an. 
Bei dem Besuch äußerte die Leitung der EPR den Wunsch nach einer Partnerschaft auf kirchlicher Ebene, die dann 1985 auf der Kreissynode des Kirchenkreises An Nahe und Glan beschlossen wurde.

Die praktische Umsetzung des Beschlusses erfolgte allerdings erst am 15.10.1988 bei einem Treffen interessierter Menschen aus verschiedenen Gemeinden des Kirchenkreises An Nahe und Glan. Ein Synodaler Arbeitskreis Rwanda SAR wurde gegründet, der von der Kreissynode mit dem Aufbau der Partnerschaft mit der Synodalregion Rubengera beauftragt wurde. Vorsitzender war Helmut Neus, von Beruf Lehrer und Vorsitzender des Presbyteriums in Bad Sobernheim. 

Es begann ein reger Briefwechsel und bei dem gegenseitigen Kennenlernen war für die Partner der geistige und geistliche Austausch vorrangig. Es wurden keine Wünsche finanzieller und materieller Art geäußert, aber es bestand sehr großes Interesse daran etwas über unsere Lebensumstände, was und wo wir arbeiten, wie tief unser Glaube ist und wie wir als Christen im Alltag leben, zu erfahren.

1990 reiste die erste Delegation des SAR unter der Leitung des damaligen Superintendent Pfarrer Hartmut Eigemann in die Synodalregion Rubengera. Erste persönliche Kontakte wurden geknüpft und gemeinsam beschlossen, dass die Partnerschaft auch offiziell besiegelt werden sollte. 
Bei dem ersten Besuch der Delegation der Partner fand am 7.April 1991 in der Bergkirche in Waldböckelheim 
in einem Festgottesdienst die feierliche Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde statt. 
Als Leitspruch der Partnerschaft wurde aus Jesaja 40,31 „Die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue Kraft.“ ausgewählt.